· 

Das Feuer brennt oder etwas in mir ist wütend!

Richard Krebs ist leidenschaftlicher NLPler und mit Herzblut dabei, wie das Foto wohl unschwer erkennen lässt. Innerhalb kürzester Zeit entflammte auch in uns die Begeisterung für dieses wertvolle Instrument.

 

Richard Krebs kam etwa um 1980 herum zum ersten Mal in Berührung mit NLP, was Neurolinguistisches Programmieren heißt; und was; vereinfacht gesagt; ein Tool zur Kommunikation ist. Aber NLP lässt sich nicht auf den Begriff Kommunikation reduziere,, es geht im erweiterten Sinne auch um Werte, Visionen, Persönlichkeitsentwicklung und Ziele, die mit NLP erreicht werden können. Auch im Coaching stellt NLP wichtige Mittel und Methoden bereit, mit denen Coaches ihren Klienten wertvolle Unterstützung bieten können.

 

„Erfunden“ wurde NLP, wie soll‘s auch anders sein, in den 70-er Jahren in den USA. Zunächst war es ein reines Kommunikations- und Motivationsinstrument, welches sich durch das Dazutun namhafter Psychotherapeuten so entwickelt hat, dass es in fast jedem Lebens- und Berufskontext anwenden lässt. Man findet bei NLP viele Einflüsse aus der Kybernetik, der Trance- und Hypnosearbeit, der Familien- und Gestalttherapie.

 

Um uns die unendlichen Möglichkeiten des NLP spüren zu lassen, lud uns Richard gleich zu einer Übung ein, in der es darum ging, unser Denken durch Fühlen und durch Veränderung der Sprache in eine Systemische Änderung zu führen.

 

Richard veranschaulichte uns auf seine lebendige Art, und das in tiefstem Pfälzisch, dass wir uns vorstellen sollten, wie wir vollkommen wütend wären, ein Zustand, den jeder sehr schnell hervorrufen konnte - gibt es doch täglich mehrere Gründe, Wut zu empfinden. Gefühlt hatten wir jetzt alle die geballte Faust in der Tasche. Aber der Zauberer Richard hielt dann ein Instrument für uns bereit, mit dem wir uns ganz schnell wieder runterfahren konnten. Mit „etwas in mir ist wütend!“ bekam die gleiche Aktion doch eine ganz andere Bedeutung. Wir staunten und waren überrascht, wie rasch wir uns kognitiv umprogrammieren ließen. Ein wirklich effektives Instrument aus der NLP-Zauberkiste, wie wir einhellig meinten. Wenn wir die Wut verkleinern, dann bleibt ja noch ganz viel Platz für andere Emotionen. Eine Übung, die uns auch zeigte, dass es bei NLP fast immer auch ums Wahrnehmen, um persönliche Erfahrungen, Werte und unseren eigenen Horizont geht. Je mehr Möglichkeiten der sinnlichen Wahrnehmung wir ausnutzen (VAKOG = visuell, auditiv, kognitiv, olfaktorisch und gustativ), umso besser können wir reagieren. Das war uns so allen nicht klar gewesen, wie ich an den erstaunten Gesichtern der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkennen konnte.

 

Der nächste Versuch, den Richard mit uns startete, war, dass jeder von uns den Begriff „Hund“ beschreiben sollte, also, das was, wir damit verbinden. Wieder staunten wir, denn je nach unserer Prägung und unseren Erfahrungen bewertete jeder von uns diesen Begriff anders.

 

Im weiteren Verlauf dieses inspirierenden Vortags stellte uns Richard Krebs noch weitere Grundannahmen des NLP vor, die man wunderbar zusammengefasst auf der Seite von NLPedia finden kann: https://nlpportal.org/nlpedia/wiki/Grundannahmen_des_NLP

 

Besonders beeindruckt hat uns die NLP-Annahme, dass hinter jedem Verhalten eine positive Absicht steckt. Das konnten wir uns erst gar nicht vorstellen, aber wenn wir es schaffen, über unsere eigenen Horizonte und Werte hinauszuschauen, dann können wir uns in andere Menschen hineinversetzen und verstehen, wie deren Wahrheit und Wirklichkeit aussieht.

 

Als Anregung zu dieser Annahme gab uns Richard eine wertvolle Anregung: Hinterfragt doch beim nächsten Mal eure Mitmenschen, was deren positive Absicht ist. Am besten alles noch einmal so wiederholen, wie es bei dir angekommen ist und dann fragen: Was war deine positive Absicht? Diese Herangehens- und Denkweise vergrößert unseren Spiel- und Handlungsraum doch um einiges, wie uns dann allen klar war.

 

Zum Schluss hielt Richard noch einen besonderen Schatz für uns bereit: In einer erneuten Übung ließ er uns eine negative Situation vor unserem geistigen Auge vorstellen, die immer wieder in unserem Leben vorkommt. Wie mit einem Zoom sollten wir nun diese Situation immer kleiner werden lassen, und sie dann sogar am äußeren Rand unseres inneren Blickfeldes verschwinden oder zumindest so klein werden lassen, dass wir sie fast gar nicht mehr wahrnehmen konnten. Und wie durch Zauberhand verkleinerte sich dadurch auch unser Fokus und gleichzeitig auch die Bedeutung des vorher so mächtigen „Problems“.

 

Ich persönlich habe im Laufe des Abends und auch in den nächsten Tagen noch häufig an die Schilderungen Richards denken müssen, denn bereits während zwei meiner Ausbildungen war ich schon in Berührung mit NLP gekommen und hatte jedes Mal über die Vielfalt dieses Instruments gestaunt. Auch bei der anschließenden kleinen Runde im Restaurant haben wir uns noch ausgiebig ausgetauscht und das ein oder andere mit in den Alltag genommen.

 

Wer Kontakt mit Richard aufnehmen möchte, der findet hier mehr Infos: https://dvnlp.de/profile/zeige_mitglied/ebb9d922

 

Text: Heike Schories

 

 

Heike Schories

Ganzheitliche Ergänzungen zur konventionellen Krebstherapie
Ganzheitliche Gesundheits- und Vitalstoffberatung
Stressmanagement- und Mentaltraining

Vorträge, Seminare und Beratungen

Neuhofener Straße 102
67165 Waldsee
Telefon: 0176 23530637
E-Mail: info@hs-gesundheitsberatung.de